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2. Expedition in die Quinling Mountains und (fast) ein Treffen mit Pandas

Die Untersuchungsflächen liegen in malerischer Landschaft

Die Untersuchungsflächen liegen in malerischer Landschaft

Am 4. Tag unseres Aufenthaltes in China stand eine weitere Exkursion in die Qinling-Berge (Ningshan County) auf dem Programm.  Um 8 Uhr morgens warteten bereits die beiden Kleinbusse vor der Tür, um uns zu den Studienflächen der Entomologen der Northwest A&F Universität Yanling zu fahren. Die Busfahrt führte zunächst auf kleinen Strassen durch die Vororte von Yanling, vorbei an kleinen Bauernhöfen, Kiwiplantagen und Feldern. Nach ca. 30 Minuten erreichten wir die Autobahn und auf gut ausgebauten Strassen ging es dann weiter in die Berge hinein. Unsere chinesischen Begleiter Dr. Xiushan Li und Dr. Suqin Shang berichteten, dass die Fahrt in die Berge noch vor wenigen Jahren sehr beschwerlich und langwierig war. Es gab nur unbefestigte Strassen und in Serpentinen ging es bergauf und bergab. Seit ca. einem Jahr ist nun die neue Strasse fertig gestellt und dank zahlreicher Tunnel sind nur wenige Steigungen zu bewältigen. Höhepunkt der baulichen Meisterleistung ist ein 20 km langes Tunnelsystem aus mehreren, fast direkt aneinander anschließenden Tunneln. Nach etwa 2 Stunden Fahrt waren wir mitten in den Bergen und auf großen Hinweisschildern am Straßenrand waren Pandas zu sehen – wir befanden uns mitten in einem Schutzgebiet für Pandas.

Kurze Pause während der Exkursion

Kurze Pause während der Exkursion

Nach insgesamt 4 Stunden Busfahrt hatten wir endlich unser Ziel erreicht und auf einem schmalen Wanderweg ging es hinauf in die Berge. Der Weg führte zunächst durch Laubwald und endete in einer Höhe von ca. 2300 Metern auf einer grasigen Hochfläche. Audiobeitrag Der Aufstieg

Die grasige Hochfläche war das Ziel unserer Exkursion

Die grasige Hochfläche war das Ziel unserer Exkursion

Mit Netzen bewaffnet, machten sich die Schmetterlingsexperten sofort auf die Suche, doch im Gegensatz zum Vortag flogen hier nur wenige Falter. Die Schönheit der Umgebung machte den Mangel an Schmetterlingen allerdings wett. Entlang des Weges standen immer wieder kleine Bestände von Bambus, der Nahrung der Pandabären, so dass wir fast erwarteten, den schwarz-weißen Bären hinter einem Busch zu begegnen (was leider nicht der Fall war). Jedes Jahr fahren Studenten der Northwest A&F Universität Yanling im Sommer mindestens einmal pro Woche zu dieser Untersuchungsfläche und lernen die Grundlagen der Freilandökologie.

Beschwerlicher Abstieg

Beschwerlicher Abstieg

Unbekannter Dickkopffalter

Unbekannter Dickkopffalter

Aber plötzlich machte sich Aufregung breit, Mark Frenzel hatte einen fremdartigen Falter gefangen. Die chinesischen Kollegen waren erstaunt, so ein Exemplar haben sie noch nie gesehen. Die erste Einschätzung, ein Dickkopffalter. Eine nähere Bestimmung war zunächst nicht möglich, weder die deutschen noch die chinesischen Forscher haben so einen Schmetterling je gesehen. Wir sind auf weitere Erkenntnisse gespannt. Nach einer langen Rückfahrt klang der Abend bei einem großen Abendessen in Yanling aus. Professor Yalin Zhang hatte seine Gäste zum Abschied in eines der besten Restaurants der Stadt zu einem traditionellen Essen eingeladen.

Abschiedsdinner in Yangling

Abschiedsdinner in Yangling

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